eSport-Studie 2021 - Die Ernährung der deutschen eSportler

eSport-Studie 2021 - Die Ernhrung der deutschen eSportler

17 April 2021

Bereits in den Vorjahren lieferten die eSport-Studien 2019 und 2020 ein umfassendes Bild zum Gesundheits- und Trainingsverhalten sowie zum Medienkonsum und Wohlbefinden im E-Sport. Der Schwerpunkt der diesjährigen Studie lag auf der Ernährung, für die über 800 eSport-Amateure und -Profis befragt wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Die Ergebnisse der Umfrage wurden am 3. Februar von Professor Dr. Ingo Froböse (Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln) und Rolf Buchwitz (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg) im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt.

Insgesamt ernährt sich die überwiegend männliche Zielgruppe (86 Prozent) abwechslungsreich. Auch wenn Fast Food und Convenience-Produkte konsumiert werden, ist dieser Anteil relativ gering: im Schnitt nur zweimal pro Woche. Dagegen kocht die Hälfte aller Befragten an mindestens fünf Tagen in der Woche für sich selbst. Positiv zu vermerken ist, dass der Zuckerkonsum, z.B. von Süßigkeiten und Softdrinks, unter den Werten der Allgemeinbevölkerung liegt. Der mit eSports oft assoziierte Konsum von Energydrinks ist jedoch kein Klischee. Im Durchschnitt wird etwas mehr als eine Dose pro Woche getrunken. Ähnlicher Optimierungsbedarf besteht beim Fleischkonsum. Trotz des relativ hohen Anteils an vegetarischen oder veganen eSportlern (14,8 Prozent) isst der Rest der Gruppe im Schnitt fast täglich Fleisch. Obst und Gemüse könnten dagegen häufiger auf dem Teller landen. Nur 15 Prozent der befragten Männer und 25 Prozent der Frauen erreichen die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

eSportler sind trotz Pandemie körperlich aktiv

Die Ergebnisse zeigen, dass die Einschränkungen der COVID-19-Pandemie nur einen marginalen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten der Teilnehmer haben. Die durchschnittliche körperliche Aktivität von neuneinhalb Stunden pro Woche liegt deutlich über den Bewegungsempfehlungen der WHO.

Die körperliche Aktivität ist vor allem im Hinblick auf die langen Sitzzeiten der eSportler wichtig. Während eSports-Profis durchschnittlich 36,5 Stunden pro Woche mit dem Spielen verbringen, sitzen Spieler im unteren Leistungsbereich neben Schule oder Arbeit noch 20 bis 25 Stunden pro Woche vor der Konsole oder dem Computer. Der größte Teil dieser Zeit wird in das Spielen von sogenannten Koop-PvP- oder PvP-Spielen investiert. Erfreulich ist jedoch, dass sowohl die Gesundheit als auch das Wohlbefinden von fast allen Befragten - wie schon in den Vorjahren - als gut bewertet werden, trotz der Einschränkungen durch die bestehende Pandemie.

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